Rückblick auf unsere Buchpräsentation im IWK

Am 31. 3. 2016 präsentierten wir unser Buch “Ist der Patient ein Mensch?”  im Institut für Wissenschaft und Kunst:

Buchpräsentation "Ist der Patient ein Mensch?" im IWK

Wir danken Dr. Thomas Hübel und dem IWK herzlich für die Zusammenarbeit!

Feature in Radio Ö1: “Ist der Patient ein Mensch?”

In der Sendereihe “Von Tag zu Tag”

am Dienstag, den 29. März 2016 um 14:05 Uhr

spricht Rainer Rosenberg mit dem Generalsekretär der Gesellschaft für Philosophie und Medizin, Lukas Kaelin,

über den neu erschienenen Band Ist der Patient ein Mensch? (LIT-Verlag  2015):

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“Von Tag zu Tag” vom 29. 3. 2016 – Audio

Buchpräsentation: “Ist der Patient ein Mensch?”

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)

dürfen wie Sie sehr herzlich einladen zur Buchpräsentation unsere jüngst erschienenen Anthologiebands

Ist der Patient ein Mensch?

Eine bemerkenswerte Anthologie mit Beiträgen von hochqualifizierten Spezialistinnen und Spezialisten über das Spannungsfeld zwischen Menschlichkeit und gebotener Professionalität in der Medizin.

Wann: Donnerstag, den 31. März 2016, um 19:00 Uhr
Wo: Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK), 1090 Wien, Berggasse 17/1

  • Begrüßung – Alexander Lapin
  • Die Idee – wie alles begann – Hendrik Jan Ankersmit
  • Musikalische Umrahmung (Schöfpungspsalm in griechischer Tradition) – Chrysostenis Taslis
  • Das Buch und sein Thema – Lukas Kaelin
  • Das Thema “Ist der Patient ein Mensch?” – Renate Heinz
  • Die Gesellschaft für Philosophie und Medizin – Helmut Hofbauer

Buffet

Büchertisch des LIT-Verlags

Hier finden Sie den Einladungsfolder zur Buchpräsentation:
Ist_der_Patient_ein_Mensch-Buchpraesentation 31032016

Hofbauer Kaelin Ankersmit Feigl Ist der Patient ein Mensch Titelbild

„Ecce Cyborg. Der Transhumanismus als medizinphilosophisches Problem.“

Nachlese zum Vortrag von Dr. Marina Marcovich am Dienstag, den 8.3.2016

Dass sie nicht glaube, dass der Transhumanimus erst kommen werde, sondern dass er längst schon da sei – mit diesem Statement begann Marina Marcovich ihren informationsreichen und kurzweiligen Vortrag.

Nur falle uns das halt nicht so auf, weil nicht klar sei, wo die Grenze hin zum Cyborg – also zum Mensch-Maschinen-Hybriden – verlaufe: Brillen und Zahnspangen sind für uns zur Normalität geworden; vielleicht trifft das bald auch auf den Chip im Handgelenk, der Bürotüren öffne, zu oder auf einen Datenspeicherchip im Kopf.

Der Begriff „Cyborg“ stammt von CLYNES & KLINE und meint „CYBERNETIC ORGANISM“ („Kybernetik“ ist die Steuerungstechnik.)

Wir könnten bereits menschliche Spermien züchten, Menschen aus der DNA mehrerer Menschen erzeugen, Embryos klonen und sie in künstlichen Gebärmuttern wachsen lassen, mit Genetic Engineering ins Erbgut eingreifen … und trotzdem sei das Thema in der Öffentlichkeit und in der politischen Diskussion noch nicht angekommen, so Marcovich.

Marcovich berichtete von Julian HUXLEY (1887-1975), von dem der Begriff „Transhumanismus“ stammt und der damit die Selbstüberschreitung (Transzenzierung) der menschlichen Spezies bezeichnete. Sowie von der Singularity University, die das Thema beforscht und die von der NASA und von Alphabet (Google) finanziert wird.

Von den bekannten Vertretern des Transhumanismus Ray KURZWEIL, seines Zeichens „Director of Engineering“ bei Google, und dem gebürtigen Österreicher Hans MORAVEC. Außerdem von Hugh HERR (Center for Human Augmentation), der als Jugendlicher seine Beine verlor und heute seine Prothesen als zum Klettern viel besser geeignet findet als menschliche Beine.

Nicht behinderte Läufer wehrten sich gegen die Teilnahme von Oscar PISTORIUS an ihren Wettrennen, weil sie in seinen Laufprothesen einen ungerechtfertigten Vorteil sahen.

Die Transhumanisten gingen davon aus, dass die Menschheit in wenigen Jahrzehnten von Mensch-Maschinen-Hybride (Cyborgs) abgelöst werde.

Lee SILVER (Professor of Genetics, Princeton University) habe vorausgesagt, dass es in Zukunft zwei Arten von Menschen geben werde: die „GenRich“ (=das sind aus genetisch manipuliertem bzw. angereichertem Genmaterial gezüchtete Menschen) und die Naturals. Die GenRich (ca. 10% der Bevölkerung) würden sich so weit von den Naturals entfernen, dass sie miteinander keine Kinder mehr bekommen können.

Auch der Trend, sich selbst zu vermessen, „QUANTIFIED SELF“ – sichtbar etwa an Hobbyjoggern, die mit allerlei Gerät am Leib sowie mit Computeruhren laufen, seien im Zusammenhang mit dem Transhumanismus zu sehen, so Marcovich.

Die intellektuellen Gegenspieler der Transhumanisten seien die sog. „BIOKONSERVATIVEN“ – Bekannte Vertreter dieser Gruppe sind Jürgen HABERMAS und Gernot BÖHME

Marina Marcovich schloss ihre Ausführungen mit dem Geständnis, dass sie sich selbst zu den Biokonservativen zähle – und dass ihre Motivation, sich mit dem Thema Transhumanismus zu befassen, aus der Überlegung komme, dass es besser sei, sich bewusst zu machen, was denn das ist, das da auf uns zukommt – wenn es auch unausweichlich sei.

Ecce Cyborg. Der Transhumanismus als medizinphilosophisches Problem

Die Gesellschaft für Philosophie und Medizin in Kooperation mit dem Verein philomedia (www.philomedia.at)

lädt ein zu einem

Vortrag mit Diskussion:

Dr. Marina Marcovich:

Ecce Cyborg. Der Transhumanismus als medizinphilosophisches Problem

Ort: Clubraum philomedia, Josefsgasse 1, 1080 Wien

Zeit: Dienstag, der 8. März 2016, 19:00 c.t.

(Clubbeitrag des Vereins philomedia: 10€)

Marina Marcovich

Dr. Marina Marcovich ist davon überzeugt: Der Transhumanismus wird kommen. Man wird immer mehr Geräte und künstliche Teile in uns einbauen. Human enhancement, die Verbesserung des Menschen mit Mitteln der Technik und der Chemie, wird in baldiger Zukunft ein wichtiges Thema sein. Wie sollen wir mit dieser Entwicklung umgehen?

 

Soeben erschienen: Ist der Patient ein Mensch? (Sammelband)

Soeben erschienen im LIT Verlag (Münster, 2015): Helmut Hofbauer, Lukas Kaelin, Hendrik Jan Ankersmit, Walter Feigl (Hg.): Ist der Patient ein Mensch?

Taschenbuch, 184 Seiten, 29.90 EUR.

ISBN: 978-3-643-50708-2

In der Reihe: Ethik der Lebenswelten, Band 5, hg. v. Peter Kampits.

Sie können das Buch hier bestellen.

Hofbauer Kaelin Ankersmit Feigl Ist der Patient ein Mensch Titelbild

Dieses Buch stellt die Frage, ob der Patient/die Patientin heute noch ein Mensch ist. Oder ob die gegenwärtige Medizin nicht anstatt Menschen einzelne Organe, Bildschirmbilder oder Datensätze behandelt.

Die Fragestellung verdankt sich dem beispiellosen Erfolg der Medizin in den letzten Jahrzehnten. Dieser Erfolg, wiewohl grundsätzlich etwas Gutes, bereitet Unbehagen: Könnten wir in einer “Medizin ohne Menschen” enden?

Hofbauer Kaelin Ankersmit Feigl Ist der Patient ein Mensch Inhaltsverzeichnis

Die Beiträgerinnen …

– Lukas Kaelin, Gabriele Baumann, Hendrik Jan Ankersmit, Renate Heinz, Claus G. Krenn, Alexander Lapin, Sigrid Pilz/Margot Ham-Rubisch, Petra Herczeg, Klaus Spiess/Lucie Strecker/Paul Ferstl, Helmut Hofbauer und Peter Kampits –

…probieren sehr unterschiedliche Antworten auf die gestellte Frage: Ist der Patient ein Mensch?

Sie reichen von Nachweisen der Anstrengungen, die unternommen werden, damit in einzelnen Bereichen der Medizin das Menschsein oder Person-Sein des Menschen Berücksichtigung findet, bis hin zu Beschreibungen von Situationen, in welchen es der ärztlichen Professionalität und damit auch der Patientensicherheit förderlich ist, PatientInnen-Körper bloß als biologische Präparate zu betrachten.

Auf noch grundsätzlicherer Ebene werden Fragen gestellt wie z.B. ob denn eigentlich der Arzt/die Ärztin heute noch ein Mensch sei (etwa angesichts finanzieller Zwänge im Gesundheitssystem) oder ob nicht vielleicht heute sogar unser gesamtes Begriffskonzept vom Menschen im Krankenbett liege – in dem Sinne nämlich, dass wir aus anthropologischer Sicht (die Wissenschaft vom Menschen betreffend) nicht mehr dazu bereit sind, uns zu einer gehaltvollen Vorstellung vom Menschsein zu bequemen.

22. April 2015 – Nachdenken über die Idee einer philosophischen Schule heute

– Am Mittwoch, den 22.4.2015
– um 19:00 Uhr
– im Clubraum PhiloMedia, Josefsgasse 1, 1090 Wien

(Clubbeitrag des Vereins PhiloMedia 10€ – inklusive “Pausenbrot”)

diskutiert Helmut Hofbauer mit Euch über die Möglichkeit einer philosophischen Schule heute.

Dr. Helmut Hofbauer

Dabei kommt auch eine Diplomarbeit, die er 2011 gemeinsam mit Sascha Nageler für das WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut) Wien über den Aufbau einer philosophischen Praxis  schrieb, ebenso zur Sprache kommen wie alles, was er seitdem über Unternehmensorganisation und Philosophie dazugelernt hat.

Es gibt auch ein philosophisches Spiel und viel Unterhaltung in angenehmer Atmosphäre im Clubraum PhiloMedia.